Bericht:  Wilde Männle Tanz

 
Bei herrlichem Sonnenschein fanden sich 22 Personen pünktlich um 10 Uhr wie vereinbart auf dem Parkplatz in St. Magnus ein. Mit Privatauto wurde nach Oberstdorf gefahren. Mit einem guten Mittagessen in den Nebelhornstuben konnte der Ausflug beginnen. Mit Blick auf das Nebelhorn und der Bergwelt rund um Oberstdorf schlenderte die Gruppe zu der unweit entfernten Oybele Halle. Dies ist ein eigenwilliger Bau, den der Trachtenverein mit seinen Mitgliedern errichtete.
 
Die Aufführung zum "Wilde Männle" Tanz in Oberstdorf war eine Veranstaltung, bei der man sich wieder zurück versetzt hat in frühere Kulturen. Es war ein eigenartiges Spiel, das in der Überlieferung in die keltische Zeit vor über 2000 Jahren zurück geht. Dieser Tanz hat sich nur in Oberstdorf erhalten und wird alle 5 Jahre aufgeführt. Wer als Tänzer mitmachen darf, für den ist dies eine Auszeichnung. Die geheimnisvolle Kleidung ist aus Tannenbart hergestellt und bildet eine Vermummung bis auf die Augen. Sie besteht aus Moosflechte, die in Höhenlagen über 1.500 Metern im Bergwald zu finden ist. Um die Hüfte ist ein Gürtel aus frischen Tannenzweigen gewunden und auf dem Kopf ruht ein Kranz aus Blättern des Stechholders (Stechpalme). In der Schlußszene wird vom König der Met eingeschenkt und dann erklingt im Chor das Wilde-Mändle-Lied.
Die eintönige Musik war nicht jedermanns Geschmack, aber gehört zu dieser Zeitgeschichte. Sie zeigt, dass auch in der Musik und Tanz im Laufe der Jahrzehnte sich vieles verändert. Ein Respekt gilt den Veranstaltern und vor allem den "WILDEN MÄNNERN" für ihre Tanz Darbietungen und den kleinen Trachtlern. Die Aussentemperaturen lagen doch gut über 30 Grad und so schwitzten sich die Männer in Ihren Pelzen die Pfunde vom Leib. Selbst den Zuschauern ohne Anstrengung war´s in der Halle zu warm.
Zum Ende der Vorstellung kam dann, aber nur für Oberstdorf der Platzregen, der so manchem ein unfreiwilliges Nass und Abkühlung bescherte.
Trotz Hitze und später Regen sowie Parkplatz Problemen war es ein interressanter Tag.
 
Verfasser: Paula Stiegeler


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