Bericht:  Wanderung um den Rottachspeicher



Wer kennt die Lage des Rottachsees?

Seine Daten:
850 m ü N.N:
Seefläche: 295 ha
Nutzinhalt 19,65 Mill. m3
Länge: 4,8 km
Breite: 0,9 km
gr. Tiefe 35m
 
Ja, unsere 8köpfige Wandergruppe in Begleitung mit 2 Enkelkinder war neugierig.
So starteten wir um 9:00 Uhr als Fahrgemeinschaft über Görisried, Oberzollhaus nach Gschwend am Rottachsee. Vom Parkplatz begann der 14, 16 km lange Rundwanderweg. Schon nach den ersten Gehminuten tat sich ein beeindruckender Seeblick auf. Bei wunderbarem Herbstwetter mit fast wolkenlosem Himmel, einer leichten kühlen Brise, lies es sich locker und beschwingt gehen. Es gab vieles zu entdecken, wie Pilze, besondere Pflanzen und mit den vielen Neuigkeiten, die jeder dabei hatte, waren alle redselig unterwegs. Unsere kleinen Begleiter munterten die Gruppe auf und bald waren wir am Spielplatz bei Petersthal angelangt. Auch die Großen waren animiert und so gab es eine genüssliche 1te Rast mit viel Schwung auf der großen Schaukel oder auf der Holzlauftrommel.

Bald kamen wir zu einer Aussichtsplattform im See. Von dieser war ein grandioser Rundblick auf den Rottachsee gegeben. Weiter ging es bergauf, bergab zum Südende des Sees mit dem Staudamm. Eine kleine Rast mit Bewunderung der ganzen Bauwerke war hier angebracht. In einem kleinen Rundbau (geschlossen) konnte erkannt werden, dass dort die Besucher über die Daten und die Besonderheiten des Speichersees anhand der geografischen Landkarte informiert werden.
Kurz darauf waren wir am Kiosk und Kinderspielplatz unterhalb von Moosbach angekommen. Unsere zwei kleinen Begleiter stürmten auf den Spielplatz und die Großeltern hatten Rast. Weiter ging es über die Wiesen bergan nach Moosbach und Winkel zur St. Josefs Kapelle. Der besonders gestaltete Bau dieser Kapelle, die schöne Ausstattung, die farbenprächtige Bleiverglasung, der herrliche Blick auf den See und die Landschaft, all dies ist und war für Leib und Seele ein Genuss. Mit diesem besonderen Eindruck gingen wir in den 5 min entfernten Gasthof zum „Jägerwinkel“ Die Wirtsleute hatten uns die besten Tische mit Blick auf den See reserviert. Mit dem guten Essen, der geselligen Runde, wären alle gut gesessen, aber die Zeit blieb nicht stehen. Zwischenzeitlich waren auch die Eltern der Enkelkinder zur Abholung erschienen und so war gegen 14:00 Uhr Aufbruch.

Mit nun schnellerer Gangart ging es zurück über Moosbach zum See. Bald sahen wir die Mariengrotte, doch wir zogen es vor, unseren noch weiten Weg fort zu setzen. Plötzlich wagte es eine sehr bekannte Stimme: „ Wo ist denn der Bootsverkehr über den See – ?, also dass wäre doch die bessere Variante, zu unserem Ziel! Nun ja, man kann eben nicht alles haben. So marschierte die Gruppe zielgerichtet weiter. Ein riesengroßer Nagelfluh-Findling und weitere Pilze machten uns neugierig. Nach Querung des Rottwässerle an der nördlichsten Stelle ging es stetig bergauf bis ca. 900 m, dem höchsten Punkt des Rundweges. Leicht abgekämpft bevorzugten wir den kürzesten Weg über Gschwend zum Parkplatz, den wir nach 2 ½ Stunden erreichten. Bei diesem herrlichen warmen Herbsttag war es selbstverständlich, den Abschluss mit einer Einkehr am nahe gelegenen Kiosk zu beenden. Mit gutem Kaffe und Süßigkeiten und bester Laune, war die Anstrengung vergessen. Der Blick auf den glatten See, das Spiegelbild der Landschaft im Wasser, die herbstliche Stimmung, die warme Sonne, lies die Stimmung steigen. Spätestens jetzt wusste jeder, hier lässt`s sich`s leben, hier komm ich wieder her.
Mit dieser Hochstimmung wurde die Heimfahrt angetreten. Gegen 18:00 Uhr waren wir alle wieder zurück mit der Gewissheit – ein unvergessener Wandertag!, auch wenn jeder seine Glieder und Muskeln besser wahrnahm als sonst.
Für die Leser, die sich dafür interessieren, hier der Link.
http://www.wwa-ke.bayern.de/wasser_erleben/baden_tauchen/rottachsee/ru...
 
Verfasser: Benedikt Osterrieder


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