Bericht: Einführung des neuen Kolpingpräses in der Kolpingfamilie Marktoberdorf


Im steten Wechsel ist die Stadtkaplanstelle in der Pfarreiengemeinschaft in Marktoberdorf. Im Turnus zwischen 2-3 Jahren wird diese Stelle neu besetzt. Im August diesen Jahres wurde Stefan Finkl, der 3 Jahre dieses Amt inne hatte, verabschiedet.
Im September kam sein Nachfolger Michael Marian Prendota. Gemäß der Satzung der Kolpingfamilie ist der Präses Mitglied der Kolpingfamilie und es bedarf der Ernennung durch die zuständigen kirchlichen Stellen oder durch den Diözesanpräses. Das Amt des Präses ist an das Weiheamt durch die katholische Kirche gebunden.
 
Dieser Aufgabe ist nun am 17.12.2016 unser Diözesanpräses Alois Zeller nachgekommen. Die Abendmesse mit Jugendgottesdienst war ein willkommener Anlass, die Einführung vorzunehmen. Ist doch eine der wichtigen Aufgaben des Kaplans, sich besonders um die Angelegenheiten der Jugend und deren Förderung zu kümmern.
Am Ende des Gottesdienstes erklärte Alois Zeller im Rückblick seinen Einsatz in Marktoberdorf und Sulzschneid – damals über 8 Jahre. Nun darf er in seiner Funktion als Diözesanpräses und Domvikar die Einführung des neuen Präses durchführen. Die Bedeutung  und die Betreuung der Kolpingfamilie ist eine wesentliche Aufgabe. Alois Zeller trug den Inhalt der Urkunde und die Unterzeichnung vor und übergab diese an H. Prendota mit den besten Glückwünschen für diesen Auftrag.
Die gesamte Messfeier war durch die Beteiligung der Jugendlichen bereits zur Einführung des Gottesdienstes, der Fürbitten und der besonderen Darstellung von Anliegen in Form von verschieden farbig beschrifteten Kartons sehr lebendig gestaltet. Das Jugend- und  Kolpingbanner gaben der Abendmesse einen feierlichen Rahmen. Zum Ende wurde das Licht von Bethlehem den Kirchenbesuchern übergeben.
H. Prendota gab schon zum Besten, dass er sich bemüht, die Zeit für die hl. Messe kürzer zu machen, aber 3 Verkündigungen müssten noch sein, es waren dann doch nur 2. Nach 1 ½ Stunden gingen die Abendmessbesucher aber sicher im Geiste bestärkt und beglückt nach Hause.
Wie üblich trifft sich die Jugend nach dem Gottesdienst zum Stammtisch. Diese Gelegenheit wurde vom Schriftführer genutzt und so bat er H. Prendota und H. Zeller um ein Interview.
 

Interview
 
Michael Prendota (MP)
Benedikt Osterrieder (BO)
 
BO:  M, du bist nun schon 3 Monate in Marktoberdorf! Was gefällt Dir hier besonders gut?
MP: Die Verwirklichung des Heilungsdienstes in der hl. Beichte und die Feier der
        Eucharistie.
 
BO: Was war denn für Dich in dieser Zeit ein besonderes Ereignis?
MP: Das Patroziniumsfest in Hummeratsried. Ich war sehr überrascht von der Örtlichkeit und
       der kleinen Kirche.
 
Anmerkung: Hummeratsried besteht aus 5 Gehöften, hat ca. 30 Einwohnern, liegt mitten in Wiesen eingebettet und hat eine kleine Kirche, die dem Hl. Magnus geweiht ist. Der Ort liegt nahe an der Straße von Marktoberdorf nach Seeg.
 
 
 
BO: Hast Du schon einen Überblick über Deine Aufgaben und welche davon ist die
        Interessanteste?
MP: Eine feste Übersicht habe ich noch nicht. Aber den Kaplan nimmt man für alles her, für
        die Schüler, die Jugend, für Alles. Einen Schwerpunkt habe ich noch nicht.
 
BO: Du bist nun unser Präses. Kennst Du das Leitbild von Adolph Kolping und wie siehst Du
        unsere Organisation?
MP: Kann ich noch nicht sagen, dazu hatte ich bisher zu wenig Kontakte. Innerhalb der
        Gemeinde ist mir noch vieles unbekannt. Daher war die Einführung für meine Aufgabe
        als Kolpingpräses sehr gut.
 
BO: Wie kannst Du für die Kolpingfamilie eine Bereicherung werden?
MP: Jeder Mensch, der offen ist und in Kolping tätig, ist eine Bereicherung.
 
BO: Welche Wünsche oder Anregungen hast Du in dem neuen Wirkungskreis?
MP: Ich wünsche mir mehr Raum fürs Gebet, für mich persönlich und die spirituelle
        Erfahrung mit der Jugend.
 
BO: Ich danke Dir für das Interview. Wir von der Kolpingfamilie wünschen uns mit Dir eine
        offene, freundschaftliche Zusammenarbeit und sind für alle Impulse dankbar.
        Wir wünschen Dir in unserer Gemeinde eine gute und erfolgreiche Arbeit.
 

Das Interview mit Alois Zeller wurde aus Zeitgründen telefonisch geführt:
 
Alois Zeller (AZ)
Benedikt Osterrieder (BO)
 
BO: Was verbindest und erwartest Du mit der offiziellen Einführung des Kolpingpräses in der
        Pfarrgemeinde und in der Kolpingfamilie?
AZ: Dies ist ein sichtbares Zeichen für den Kolpingverein, für die Kolpingfamilien. Es ist der
       Gedanke des Verbandes, für die Kolpinghäuser das Sichtbarmachen der Aufgaben und  
       die Verbundenheit mit der Kirche.
 
BO: Wie können und sollten wir unseren Präses in seiner neuen Aufgabe begleiten?
AZ: Belastet ihn nicht mit organisatorischen Dingen, haltet ihm den Rücken frei. Ladet ihn zu
       besonderen Anlässen ein, veranstaltet eine geistig religiöse Abendzusammenkunft, sucht
       Gesprächsthemen oder Aktionen.
 
BO: Hast Du für unsere Kolpingfamilie Anregungen oder Wünsche?
AZ: Überlegt Euch herausragende Dinge, wie z. Beispiel „Romfahrt“, „Nikolaussegnung“,
        eure Palmboschenaktion mit ihm im Foto darstellen. Es gibt sicher viele Anlässe.!
 
BO: Wie wird die Aufgabe der Kolpingpräses im Bistum gemeinsam wahrgenommen?
AZ: Wir haben ein jährliches Präsidestreffen. Hier haben wir Gelegenheit uns entsprechend
        aus zu tauschen.
 
BO: Alois, ich bedanke mich für das Interview, aber insbesondere für Deine Mühe zu uns zu
        kommen. Wir wünschen uns auch künftig, dass Du Dir für besondere Anlässe Zeit
        nimmst und uns in unseren Aufgaben begleitest.
 
AZ: Das mache ich gerne und
        Treu Kolping – Kolping treu.
 
Die Jugend, die Band, die Betreuer, die Helfer, der Vorstand hatten gemeinsam mit Michael Prendota  einen angeregten Abend in der Gaststätte La Perla. Als Anekdote darf verraten werden, dass die Pizza für unseren Kaplan zum Einen nicht der Bestellung entsprach, zum Anderen war sie besonders gewürzt. Letztlich war dies sehr erheiternd, denn in Zukunft gibt`s sicherlich einige kostenfreie Pizzas. Damit ist Michael schon ein fester Bestandteil  in der Integration der örtlichen Gastronomie.
 
Somit sind die wichtigsten Schritte der Integration bereits in guten Händen.


Verfasser:
Benedikt Osterrieder


bild



Zurück zur Übersicht